© Mike Okay
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Mike Okay

Mike wuchs in den 1980er-Jahren in der DDR auf, in Halle-Neustadt – einer Planstadt, geprägt von den geometrischen Formen der Plattenbauten. Das Bild dieses Stadtteils, in dem er seine gesamte Kindheit verbracht hat, ist geformt von unzähligen Betonblöcken, blühenden Blumenbeeten, vollgehängten Wäscheleinen, bunten Spielplätzen – und vielen Kindheitserinnerungen. Beim Arbeiten spielt ein bestimmtes Gefühl eine zentrale Rolle: Es ist dieses unbeschwerte Empfinden, das ihm erlaubt, sich ganz in eine vergangene Zeit oder ein bestimmtes Szenario zu versenken.

Im Zentrum seiner Arbeiten stehen nostalgische Momente und Zitate aus der Kindheit und Jugend seiner Generation – in den 1980ern in Ostdeutschland, in den 1990ern im wiedervereinigten Deutschland. Mike Okay ist fasziniert von Kinderzeichnungen, der ungelenken Hand, den Unvollkommenheiten der Darstellung, den Fehlern. Ernsthaftigkeit, Korrektheit und Perfektionismus widersprechen einem modernen Verständnis von Kindheit – und sind für ihn weniger interessant. Seine Kunst will roh und ungeschliffen sein. Geometrische Formen, abstrahierte Tiere, Wollknäuel, Matchbox-Autos, Spielzeuge und skurrile Szenarien sind wiederkehrende Motive, die sich auf unbefangene, laute und freie Weise zu einer neugierigen Miniaturwelt zusammenfügen.

Seine Arbeiten gleichen oft einem chaotischen Kinderzimmer. Ein fröhliches Durcheinander herrscht. Es ist eine kindliche Anarchie, die nicht wehtut, sondern zum Schmunzeln bringt – und dazu einlädt, das Absurde zuzulassen und die Fantasie schweifen zu lassen. Alle Bildelemente sind Schlüssel – oder besser gesagt emotionale Auslöser – für Erinnerungen. Viele der dargestellten Objekte existieren tatsächlich als Originale in der Privatsammlung des Künstlers. Doch sie sind mehr als bloße Erinnerungsträger: Durch die Abstraktion und das neue Zusammenspiel auf der Leinwand verlieren sie ihren ursprünglichen Kontext – verändern sich wie Erinnerungen – und öffnen sich zu neuen Erzählungen.

Als Mitbegründer des Künstlerkollektivs KLUB7 arbeitet Mike Okay seit 1998 mit seinen Freund:innen Ingo Albrecht-Hauser, Christian August, Otto Baum, Lowskii und Dani Daphne zusammen.

Mike Okay lebt in Halle und arbeitet gemeinsam mit seinem Kollektiv in Halle, Berlin – und auf der ganzen Welt.

English

Mike grew up during the 1980s in the GDR, in a planned city called Halle-Neustadt which was dominated by the geometric forms of the prefabricated buildings. His image of this part of town, in which he has spent his whole childhood, is shaped by countless concrete blocks, blooming flower beds, full clotheslines and colourful playgrounds and many of childhood memories. When he works a certain feeling is of importance. It’s this carefree feeling that lets him immerse himself undistracted in a time gone by or in a certain scenario. At the heart of his work are nostalgic moments and quotes from this childhood and youth of his generation in the 80s in East Germany and in the 90s in reunified Germany. He is fascinated by childrens drawings, the untrained hand, the imperfections in the presentation, mistakes. Seriousness, correctness and perfectionism contradict a modern conception of childhood and are less interesting for Mike Okay. It wants to be rough and unpolished. Geometric shapes, abstracted animals, ball of wool, matchbox cars, toys and bizarre scenarios are recurring motifs, which form in a very bold, carefree and informal way to a curious miniature world. His works often resemble a messy children’s room. A happy chaos prevails. It is a childish anarchy that doesn’t hurt but makes you smile and invites you to allow the absurd and let your imagination run wild. All the pictorial elements are keys or rather emotional triggers for memories. And indeed, for many of the objects actual models exist in the artist’s private collection. But they are more than just a motif for memories. Through abstraction and the new interplay on the canvas they lose their original context – changing like memories – and open up a new narrative. As co-founder of the artist collective KLUB7, he has been working alongside his friends Ingo Albrecht-Hauser, Christian August, Otto Baum, Lowskii and Dani Daphne since 1998. Mike Okay lives in Halle and works together with his artist collective in Halle and Berlin and all over the world.

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