© Peter Büchler

Peter Büchler

Peter Buechler ist ein Sammler und Entdecker, der seine Kunst, seine Objekte oftmals zufällig findet und aus diesen Fundstücken die Grundlage seiner Kunst macht. Die Assoziation zur Objektkunst ist dabei nicht von der Hand zu weisen. In den Installationen und Bildern von Peter Buechler verbinden sich viele Ausdrucksformen zu einem Gesamtkunstwerk. Ob Malerei, Print, Installation oder Sound, er hat keine Scheu und schafft eine ganz eigene Bildsprache. Und die hat es in sich. Einkleidung und Verhüllung, das sind Begriffe, die sehr gut zum Werk von Peter Buechler passen. Der Künstler und seine Arbeiten scheinen ständig in Bewegung, seine Arbeiten lösen sich auf, verwandeln sich und formieren sich wieder neu. Dabei überlässt er den Dingen ihren Raum, wie sie gerade kommen, und bezieht Irritationen, Missverständnisse und Fehler ganz selbstverständlich in den Schaffensprozess mit ein. Sie sind für ihn der Nährboden, auf dem es sich als Künstler gut arbeiten lässt. Peter Buechler übersetzt den alltäglichen Wahnsinn in ein manisches Welttheater. In einer Gesellschaft, die auf Leistung durch Selbstoptimierung baut und ihre Individuen dazu bringt, sich den Gesetzen von Markt, Effizienz und Anpassung zu unterwerfen, lösen die unkontrollierbaren Dynamiken und die Zusammensetzung von Dingen bei uns zunächst Irritation und Abwehr aus. In einem auf Effizienz ausgelegten System wirken seine Arbeiten wie Störfaktoren oder Versuchsanordnungen. Hinter den Arbeiten Buechlers stecken aber keine Botschaften, keine pädagogische Absicht und auch keine Utopie – den Gefallen tut er uns nicht. Für ihn geht es nicht darum, der Welt oder dem Wahn höheren Sinn zu verleihen. Vielmehr verführt er uns in die Leichtigkeit des schönen Scheins. Und dies lassen wir sehr, sehr gerne zu. Auszug Eröffnungsrede ›Nothing New‹. Thomas Holthoff, Hamburg 2017

Peter Buechler is a collector and discoverer who often finds his art, his objects, by chance and makes these found objects the basis of his art. The association with object art cannot be dismissed out of hand.
In the installations and paintings of Peter Buechler, many forms of expression combine to form a total work of art. Whether painting, print, installation or sound, he is not shy and creates his very own visual language. And that has it all. Disguise and veiling, these are terms that fit Peter Buechler’s work very well. The artist and his works seem to be constantly in motion, his works dissolve, transform and reform again. In doing so, he leaves things their space as they come, and quite naturally incorporates irritations, misunderstandings and mistakes into the creative process. For him, they are the breeding ground on which it is possible to work well as an artist.

Peter Buechler translates everyday madness into a manic world theater. In a society that builds on performance through self-optimization and makes its individuals submit to the laws of the market, efficiency and adaptation, the uncontrollable dynamics and the composition of things initially trigger irritation and resistance in us. In a system designed for efficiency, his works seem like disruptive factors or experimental arrangements. Behind Buechler’s works, however, there are no messages, no pedagogical intentions, and no utopia – he does not do us that favor. For him, it is not about giving higher meaning to the world or to delusion. Rather, he seduces us into the lightness of beautiful appearances. And this we allow very, very gladly.

Excerpt from the opening speech ‘Nothing New’. Thomas Holthoff, Hamburg 2017

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